Überseebrücke mit Blick auf die Elphi und alles, was sonst so war

Am Ende unserer Tour steht die Überseebrücke, die um 1930 herum im Auftrag der Reederei Hamburg Süd gebaut wurde. Sie diente als Anlegestelle für die Fahrgastschiffe nach Übersee und die knapp 119 m lange Stahlbaukonstruktion reichte bis in seeschifftiefes Fahrwasser. Die Brücke wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und zwischen 1957 und 1968 erneuert. Sie setzt sich aus mehreren Teilen zusammen: Der Kopfbau als jüngster Teil (1968) wurde zuletzt fertig, ein holzverkleideter Eingang mit zwei Kiosken auf jeder Seite. Die beweglichen Elemente bilden die alten Anleger „Fähre VII/St. Pauli Hafenstraße“, der 1868 erbaute Anleger „Fährkanal“ und der Anleger „Worthdamm“ (heute Arningstraße). Von einem Schiff gerammt und zerstört, musste das Südende 1961 neu gebaut werden. Über alle Teile wurde ein Dach gebaut, Seitenwände errichtet und Beleuchtung angeschlossen. Bis in die 1970ger fuhren hier die Fähren nach England und Kreuzfahrer ab, heute dient die Brücke vornehmlich als Liegeplatz für das Museumsschiff Cap San Diego.

Von hier haben wir einen schönen Blick auf die Elbphilarmonie. Das 2016 (endlich) fertiggestellte Konzerthaus ist 110 m hoch und steht auf dem denkmalgeschützten Sockel des Kaispeichers A von 1963. Die Glasfassade besteht aus 595 Glaselementen, die alle individuell geschliffen sind (Kostenpunkt 72.000,– € je Stück). In 37 m ist die öffentlich zugängliche Plaza zwischen Sockel und Glasaufbau ein großartiger Aussichtspunkt.

Und dann gibt es da noch die Fotos, die irgendwo und doch nirgendwo hineinpassen, auch die bekommen hier ihren Platz.

Es war ein toller Tag mit Euch ! Danke an den fototreff-am-see !

auch an Dich Klaus !

https://www.klauswohlmann.com/

sowie an wikipedia und alle anderen Quellen im www

St.Pauli-Landungsbrücken – extrem abwechslungsreich

Heute sagt man hot-spot. Hier ist es nie still oder menschenleer, zu viel gibt es hier zu sehen und zu (be-)staunen, zu essen und zu trinken, Start und Ziel finden sich hier und neben der perfekten Flaniermeile bieten die Landungsbrücken auch und hauptsächlich Maritimes. Wir fangen an mit Schattenspielen und dann geht es weiter bis wir auch damit wieder aufhören.

1839 enstand hier der erste hölzerne Schiffsanleger für die Dampfer der Überseelinien. Etwas „ab vom Schuss“, um die Feuergefahr durch die Kohlebeladung und -befeuerung der Schiffe für die Stadt zu minimieren. Aber schon 30 Jahre darauf begann der Erweiterungsbau mit insgesamt 8 eisernen Pontons zum Ausgleich des Tidenhubs. Auch das reichte schon bald nicht mehr aus und so plante die Architektengemeinschaft Raabe&Wöhlecke einen kompletten Neubau. Statt einzelner Pontons sollte eine lange, zusammenhängende Landungsbühne nach Liverpooler Vorbild entstehen und bauliche Vorbereitungen für ein Schachtgebäude des im Bau befindlichen Elbtunnels wurden mit einbezogen. 1907 erfolge die Inbetriebnahme des westlichen Teils der Landungsanlage, noch im gleichen Jahr begann der Bau des östlichen Teils, der zwei Jahre später fertiggestellt wurde. 9 bewegliche Brücken machen den heutigen Schiffanleger bzw. die schwimmenden Pontons jetzt zugänglich.

Große Teile wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, der Wiederaufbau erfolgte von 1953-55, erst 1976 wurde das Stück zwischen Brücke 2 +3 aufgebaut und schon 1999 galt es wieder zu modernisieren. In dem Zusammenhang wurden Überdachung und Beleuchtung neu gestaltet und die Brücke 7 ausgetauscht.

Das erst vor gut 4 Jahren gebaute Restaurant Alex ist als Gebäude interessant und an essen denken wir gar nicht nicht, sondern wir fotografieren es nur.

Weiter in Richtung Überseebrücke bieten uns die regennass schimmernden Stufen der Jan-Fedder-Promenade fotografische Herausforderungen. Das bis 2019 namenlose Promenadenstück wurde nach dem Schauspieler benannt, der mit der Serie Großstadtrevier Fernsehgeschichte geschrieben hat.

Stille Post 2022

Nach einem Jahr Pause sind wir wieder da mit unserer Stillen Post. Die Freude ist groß und gespannt warten wir darauf, mit welchem Foto Gerd startet und welches Foto wir dann bekommen, um darauf zu reagieren. An dieser Stelle einmal mehr DANKESCHÖN GERD, dass Du die Arbeit auf Dich nimmst und das ganze Jahr dafür sorgst, dass wir uns an die Regeln und auch bestmöglich an die Fristen halten.

Der fototreff am see hat sich in der Zusammensetzung ein wenig geändert, aber nach wie vor verbindet uns neben dem gemeinsamen Hobby Fotografie auch der Wille, Neues kennenzulernen, auszuprobieren und das alles, ohne Bewährtes zu vergessen.

Und dazu gehört die Stille Post, wie gewohnt in zwei Ketten mit dem gleichen Ausgangsbild. Und wieder haben sich komplett unterschiedliche Entwicklungen aufgetan. Farbe und schwarzweiß sind vertreten, Spaßiges und Politik, Natur und Urbanes, Arrangiertes und „Wie gesehen“….

Einmal mehr sehen wir, wie vielfältig die Möglichkeiten sind und wir haben sie mit Freude umgesetzt. Viel Vergnügen bei Stullen Posten, ach nein, bei der

Stillen Post 2022.

 

 

Lieblingsbilder 2022

Das Jahr war einmal mehr geprägt von vielen Ereignissen, auf die wir nicht immer Einfluss hatten. Unsere Treffen haben stattgefunden, waren meist ohne Kameraeinsatz, wir haben viel gesprochen, diskutiert und geplant, gemeinsame Fotoausflüge waren eher rar. Aber wir haben fotografiert und so kam die Idee zu diesem Beitrag auf.

Für uns und für alle, die sich gerne unsere Fotos ansehen, tragen wir in diesem Artikel unser Lieblingsbilder 2022 zusammen – bunt gemischt, ohne Vorgabe eines Themas, einfach so.

Viel Vergnügen!

Schwiddeldeier Lerchensporn und Buschwindröschen

Schwiddeldei liegt zwischen Ascheberg und Dersau. Quer durch ein Wäldchen führen Wege, die zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Rad gut nutzbar sind. Rechts und links dieser Wege, zwischen einem kleinen Höhenzug und dem Großen Plöner See wächst im Frühjahr ein weiß-lila Teppich aus Lerchensporn und Buschwindröschen.

Vom Lerchensporn gibt es zwischen 300 und 500 Arten in den verschiedensten Farben. Der hohle Lerchensporn (so genannt wegen der hohlen Knolle und dem Umstand, dass seine Blüten den gespornten Zehen der Haubenlerche ähneln) ist in allen Teilen schwach, in der Knolle stärker giftig. Das Gift kann katalepsieartige Bewegungsarmut auslösen, d.h. eine einmal eingenommene Körperhaltung bleibt bestehen, ohne dass die Aufnahme sensibler Reize eingeschränkt wird. In größeren Dosen eingenommen kann es sogar hypnotisch wirken.  — Das probieren wir natürlich nicht aus!

Auch Buschwindröschen sind komplett giftig. Die früher auch als Hexenblume bekannte Pflanze kann bei Berührung Juckreiz, Rötung und Blasenbildung der Haut auslösen. Bei Einnahme können sich Durchfall, Erbrechen und Schwindel einstellen. Buschwindröschen stehen unter Naturschutz. Sie schließen ihre Blüten nachts und bei kühlen Temperaturen wegen ihrer Wachstumsbewegungen. Die außenseitigen Blütenblätter wachsen bei Kühle schneller als die Oberseiten.

Das erklärt, warum wir anfangs nur geschlossene Blüten sehen, denn trotz des Sonnenscheins ist es bitterkalt, da ein Wind aus Nordost die Wärme der Sonne buchstäblich wegweht. Keinesfalls hindert uns das daran, wie so oft bäuchlings auf dem Waldboden nach Motiven zu suchen oder für den richtigen Winkel in die Hocke zu gehen, damit die kleinen Blüten groß rauskommen.

Plön statt Schleswig

Für den Novemberausflug war ursprünglich das Ziel Schleswig geplant. Der Wetterbereicht sagte dann nördlich des Kanals garantierten Dauerregen voraus. Für Plön bestand die Chance auf trockene Phasen und so disponierten wir um.

Wir trafen uns in der alten Todeskurve, offiziell Stadtseeweg. Von dort ging es unter der B76 hindurch die Johannisstraße entlang – immer mit Blick auf das Plöner Schloss. Ein kurzer Weg durch die Fußgängerzone und die Kaaktwiete hinauf zum Gänselieselbrunnen und dem Rathaus. Dann den Schlossberg hinauf und wieder hinunter zum Prinzenhaus und dem Schlossgarten mit seinen herrlichen Bäumen und den Lindenalleen.

Die Johannisstraße mit der Johanniskirche aus dem Jahr 1685 wurde durch den Plöner Herzog Johann Adolf errichtet, die Straße so angelegt, dass jederzeit ein Blick auf das Schloss möglich war.

Kaaktwiete – Kaak bedeutet Pranger. Vor dem heutigen Rathaus lag einst der Marktplatz Plöns und hier stand auch der Pranger. Heute ist hier der Gänselieselbrunnen zu bewundern, vor etwa 100 Jahren als Geschenk der Brüder Müller an ihre Heimatstadt, sie waren außerhalb zu Reichtum gelangt.

Das Schloss selbst wurde im 30 Jährigen Krieg in nur drei Jahren erbaut und hat eine wechselhafte Geschichte erlebt. Unvergleichlich schön ist der Blick über den Großen Plöner See.

Vorbei an Marstall, Reitbahn und Prinzenhaus geht es in den Schlossgarten, der eine nicht minder abwechslungsreiche Geschichte vorzuweisen hat. Zur Zeit des letzten Herzogs Friedrich Carl wurde das Gelände  um 1740 herum im barocken Stil angelegt ( verantwortlich war der Landschaftsarchitekt Georg Tschierske). Zu dieser Zeit wurden auch die Linden gepflanzt, die noch heute als Alleen zu bewundern sind.

Zur dänischen Zeit dann verhalf der König als neuer Schlossherr dem Park im englischen Stil zu neuer Pracht. Neben dem heutigen Prinzenhaus (um 1750 als Gartenschlösschen erbaut) blieben einzig die Linden übrig. Der Garteninspektor Christian Schaumburg war hier tätig. Meist in Dreiergruppen wurden zum Teil nicht heimische Bäume gepflanzt, die heute beeindruckende Höhen vorweisen.

Im hinteren Teil entstand Mitte des 20. Jahrhunderts der Sportplatz mit dem wohl am schönsten gelegenen Fußballplatz im Kreis Plön – was auch die Maulwürfe finden.

Und rund um all diese Geschichte(n) finden sich spätherbstliche Motive zuhauf:

Ukleisee 2021

Der Fototreff hat in fast kompletter Stärke getagt und das schöne Wetter hat uns dann nach draußen gelockt. Wir sind zum Ukleisee gefahren und war erst nur die Sonnenseite geplant, so ging es dann doch die gut 3 km einmal rundherum.

Pilze waren nicht so üppig wie sonst zu entdecken, aber einige waren da. Lichtspiele als Spiegelung oder als gewollte Unschärfe „out of focus“, Baumformationen, sattes Grün, leuchtendes Herbstbraungelborange, Versuche mit Filtern und vieles mehr.

Wir standen, saßen, hockten und lagen im und am Weg herum, zwischendurch Gespräche über Themen aller Art und wie immer: Ein herrlicher Fotospaziergang!

Alphabet

Was für eine Herkulesaufgabe.

Die Grundidee schien so einfach, aber irgendwie war die Umsetzung dann doch eine Herausforderung.

Das Thema klar : Die Buchstaben des Alphabetes fotografisch in Szene setzen

Vorgaben: Großbuchstaben und hochkant

Letztendlich doch nicht so einfach, aber nach gut eineinhalb Jahren haben wir alle 26 Buchstaben beisammen.

Frühling 2021

Ein ganz besonderer Frühling – corona und dann dieses Wetter. Verwöhnt vom frühen Sommereinbruch in den letzten Jahren, als schon im März die kurzen Hosen hervorgeholt wurden, heißt es dieses Mal durchhalten. Die Monate März, April und auch Teile des Mai zeigen sich sehr durchwachsen, kühl und feucht; sogar Frost gibt es noch mehrfach – der Frühling lässt auf sich warten.

Aber…. unser Hobby bietet auch dann reichlich Möglichkeiten!

Farben … froh – jede für sich

Wir sind gefühlt alle mehr oder weniger lethargisch in dieses Frühjahr gestartet. Es ist lange nicht so warm wie in den letzten Jahren um diese Zeit, die Natur zögert demzufolge, sich dem zweiten Corona-Frühling zu zeigen. Aber nun haben wir Mitte Mai und endlich steigen neben den Temperaturen auch die Impfquoten und damit die Möglichkeiten, sich wieder zu treffen und die Stimmung zu heben.

Von unserem ersten Treffen seit über einem halben Jahr muss der Bericht noch warten, heute zeigen wir die Ergebnisse einer Idee, die davon ausgeht, dass monochrom nicht immer ohne Farbe sein muss.