Architektur – mit Andrè Lützen in Hamburg unterwegs

Endlich hat es geklappt und wir sitzen mit Andrè Lützen in Hamburg und besprechen den heutigen Nachmittag. Trotz Niesel-Regenwetter gehen wir nach einer kurzen, aber intensiven Einleitung los in Richtung Hafen City und Speicherstadt. Das Thema: Architektur, inspiriert durch Fotos von z.B. Michael Wolf und Hans Hansen. Es gilt Verdichtung zu zeigen, Linien und Formen zu entdecken und Details dabei nicht zu übersehen. Die Zeit ist knapp, nur gute zwei Stunden bleiben uns, dann treffen wir uns wieder und Andrè sichtet und bespricht die Ergebnisse mit uns. Und das ist erneut ein highlight. Raum für die eigenen Gedanken, warum und wieso gerade dieses Foto so entstanden ist, wird genauso gegeben wie Vorschläge zur Verbesserung und Lob ausgesprochen werden.

Wir haben wieder sehr viel gelernt und sagen ein großes Dankeschön! Und wir freuen uns auf das nächste Mal im nächsten Jahr! Ein erneutes Treffen ist schon verabredet, Ihr werdet die Ergebnisse sicherlich hier sehen können.

Herbstwald – so schön

Der September und auch der Oktober geben in diesem Jahr alles an Wärme und Farbe. Da hält es uns natürlich nicht in den Räumen. Nach dem die wichtigsten Dinge besprochen sind geht es raus in die Natur. Mal an den Uklei See, der so zauberhaft eingebettet liegt und sich wunderbar umrunden lässt und mal in einen der nahegelegenen kleinen Wälder, in denen die Natur abseits der Wege sich selbst überlassen die schönsten Motive bietet.

 

 

 

Ausflug in den Kurpark Malente

Der Malenter Kurpark beschäftigt uns in letzter Zeit häufiger. Zu gegebener Zeit werden wir an dieser Stelle mehr dazu sagen, für heute soll dieser Beitrag nur dazu dienen, den Spannungsbogen aufzubauen und ein paar Eindrücke zu vermitteln. Wir sind Anfang August einmal durch die Anlagen geschlendert und haben bei netten Gesprächen durchaus nicht vergessen, die Kameras zu benutzen.

Wasser-Splash

Heute haben wir uns Künstlerisches vorgenommen:

Eine aufsteigende Wasserfontäne (gerne auch farbig), im Internet oft unter „Weinsplash“ gesucht und gefunden.

Die Vorarbeit sah so aus: Zwei Bretter wurden mit Scharnieren verbunden, als Puffer ein Stück Verpackungsmaterial (Schaumstoff) aufgeklebt. Wir brauchten entfesselte Blitze (wir haben zwei benutzt), ein Stativ und einen hellen Hintergrund. Da erwies uns eine alte Dia-Leinwand gute Dienste. Klebeband, eine entsprechende Flüssigkeit, ein Glas natürlich, Handtücher – das wars.

Das Wetter spielte mit, es war ein fast schon sommerlicher, herrlicher Frühlingstag, das frische Laub der Bäume spendete uns Schatten, Lichtreflexe wurden mit einem Abschatter beseitigt.

Eingestellt (kleinere Abweichungen je Kamera) Blende 8, 1/125, ISO 200.

Als erstes machten wir ein Foto des Weinglases vor dem „schicken“ Hintergrund. Dann wurde das Glas mit Klebeband auf der Unterlage befestigt und der Spaß konnte beginnen. Ein wenig Übung und ein wenig Gefühl für den richtigen Moment – und ausgelösen, wenn das Brett wieder „unten aufkommt“.

Am Rechner folgt dann etwas Ebenenarbeit mit dem bevorzugten Bildbearbeitungsprogramm, den tropfenfreien Glasfuß und das splashige Oberteil zusammenfügen – fertig.

Die Fotos erklären hoffentlich offene Fragen, sonst meldet Euch gerne bei uns. Keine Zauberei – aber ein rieiger Spaß!!!

Da ist Musik drin

Der fototreff-am-see stellt vom 10.02. – 29.03.2018 in der Kreisbibliothek Eutin, Schlossplatz 2, 23701 Eutin die Fotoausstellung „da ist Musik drin“ aus.

Wir haben uns zwei Jahre mit dem Thema rund um die Musik beschäftigt. Zunächst war es nur die „Musik“, dann entwickelte es sich zum aktuellen Titel, der den Rahmen deutlich erweitert und für eine größere Vielfalt sorgt.

„Da ist Musik drin“ ein Werbeslogan der Autoindustrie oder gefühlte Impressionen von Naturereignissen neben der Musik im weitesten Sinne. Von Musikern auf der Bühne, über große Konzerthäuser, Details von Instrumenten, selbst inszenierten LP-Covers bis zu „Lady Gaga“ in zweideutiger Mission.

Gezeigt werden 34 großformatige Drucke.

Ein Grußwort zur Ausstellungseröffnung am 10.02.2018, 10:30 Uhr spricht der ehemalige Leiter der Kreismusikschule Ostholstein Markus Föhrweisser.

Wir freuen sich über einen regen Austausch bei der Eröffnung mit Interessierten, ob Foto- oder Musikfreunde oder nur Gäste.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Kreisbibliothek Eutin zu besuchen. Der Eintritt ist frei.

 

Stille Post 2017

Die neue Stille Post – wieder in zwei Ketten.

In diesem Jahr nur mit 11 Teilnehmern, was die Herausforderungen allerdings nicht geringer gemacht hat. Gefühlt war dieses Jahr die Antwort auf das gesendete Foto ganz besonders schwer – aber sehen wir doch selbst, mit welchen Ergebnissen wir es zu tun haben.

Viel Spaß!

KETTE 1

KETTE 2

ALLES AUF EINEN BLICK

Wald-Baum-Holz

Fotografieren macht in der Gruppe sehr viel Spaß. Jeder kann fotografieren was er will oder aber wir stellen uns eine Aufgabe, an der wir uns versuchen und die wir dann präsentieren.

So entstand die Idee, aus jeweils vier Bildern eine Collage zu erstellen. Diese vier Fotos sollten eine Geschichte erzählen, einen Zusammenhang, einen Bezug zueinander haben. Unser Tagungsort liegt nicht nur am See, sondern gleichzeitig quasi im Wald. Und was liegt also näher, als sich an diesem Thema – ganz weit gefasst – zu versuchen….

Streetfotografie – anders sehen

Am 01.04.2017 haben wir Andrè Lützen zu Gast.

https://www.andreluetzen.de/

Der Hamburger Fotograf hat Fotos von Saul Leiter im Gepäck und will uns dessen Art zu fotografieren näher bringen. Street aus dem vorigen Jahrhundert funktioniert auch noch heute!

Wir sind im ersten Moment skeptisch, ein wenig irritiert trotz der Vorbereitung, die Andrè uns möglich gemacht hat. Farben, Formen, Flächen in gänzlich anderer Aufteilung, als wir es bisher gesehen und fotografiert haben – oder doch nicht?

Nach nur einer guten Stunde Vorbesprechung starten wir in Richtung Ortskern des beschaulichen Örtchens Bad Malente – sehr gespannt, ob wir das Thema umsetzen können. Es ist Anfang April und, wenn auch sonnig, so doch noch keine Saison, nur wenig Menschen sind unterwegs, kahle Bäume säumen Wege und Straßen, es gibt kaum Blumen oder Grün und auf dem See sind die Boote noch im Winterschlaf. Doch seht selbst, wir sind, immer super unterstützt vom Tipps gebenden Andrè, ein paar Stunden unterwegs.

Zurück in der GHB bekommt jeder eine ganz individuelle Bildbesprechung. Super! Vielen Dank! Und gerne wieder!

HDR Fotografie

Einleitung

Wer kennt das nicht: die Szene auf dem Display der Kamera oder später zu Hause auf dem Monitor entspricht gar nicht dem was die Augen wahrgenommen haben. Die Lichter ausgebrannt ohne Details, die Schatten komplett schwarz. Wo sind all die Details geblieben, die die Augen (oder besser: das Gehirn) wahrgenommen haben? Mit den alten Negativfilmen hatte das früher doch auch viel besser geklappt.

Mit dem Aufkommen der Digitalkameras wurde eine Bearbeitungstechnik populär, die das geschilderte Problem lösen kann: die HDR Technik. HDR steht für High Dynamic Range und kombiniert mehrere unterschiedlich belichtete Bilder zu einem neuen Bild, das dem nahe kommt, was wir Menschen sehen. Leider ist das entstehende Bild weder auf einem Monitor noch auf einem Drucker direkt darstellbar, weil der Tonwertumfang des zusammengefügten Bildes für diese Geräte viel zu groß ist. Abhilfe schafft das Tonemapping, das ein neues Bild so berechnet, dass es dargestellt werden kann und in etwa dem entspricht, was wir wahrnehmen.

Übertriebenes, krasses Tonemapping hat die HDR Technik aber in Verruf gebracht. Solche Bilder sind voller Drama und zeigen viele – wenn nicht gar alle – Details, wirken aber auch komplett unnatürlich, so wie zum Beispiel hier:2014-01486s

Die um die Elbphilharmonie und die Figur zu sehenden hellen Säume sind typisch für globale Tonemapping-Einstellungen.

Lässt man sich nicht von den Möglichkeiten der HDR Software hinreissen oder verzichtet gar auf ein globales Tonemapping und bearbeitet ein aus mehreren Belichtungen zusammengerechnetes HDR Bild in einem RAW Converter wie Adobe Camera Raw können auch natürlich aussehende Bilder entehen.

2016-00525s

Aufnahme

Was braucht man für die HDR Fotografie? Natürlich zunächst mal eine Kamera, die RAW Dateien erzeugt (im Prinzip kann man auch HDRs aus JPG-Dateien erstellen, aber mit RAWs werden die Ergebnisse besser). Die Kamera steht am besten auf einem Stativ, damit die Bilder absolut deckungsgleich sind – solange man nicht versehentlich gegen das Stativ stößt (ist mir oft genug passiert). Ein Fernauslöser hilft auch, deckungsgleiche Bilder zu erzeugen.

Entweder über eine manuelle Belichtungsreihe oder über die Bracketing-Funktion der Kamera lassen sich mehrere unterschiedliche Belichtungen erstellen. Die Blende sollte während der Belichtungen unverändert bleiben. Die beste Blende richtet sich natürlich nach den Gegebenheiten, für Architektur beispielsweise Blende 11 oder 16. Die ISO sollte so niedrig wie nur möglich sein, denn durch die HDR-Bearbeitung wird Rauschen noch verstärkt.

Bearbeitung

Nachdem die Bilder nun im Kasten sind, geht es an die Bearbeitung. Dazu gibt es viele Programme, zum Teil sogar kostenlose. Ich habe meine ersten Erfahrungen mit Luminance HDR gemacht und bin dann auf Photomatix umgestiegen. Inzwischen nutze ich aber nur noch Lightroom und Photoshop, weil ich so die größtmögliche Freiheit und die beste Kontrolle bei der Bearbeitung habe. Die Google NIK Collection (kostenlos bei Google erhältlich) enthält ebenfalls ein HDR-Programm: HDR Efex Pro.

Das Vorgehen mit Photomatix, HDR Efex Pro und Lightroom / Photoshop habe ich im Anhang beschrieben, den ihr hier runterladen könnt:  HDR Fotografie

Viel Spaß mit der HDR-Technik wünscht
Gerd