Hässlichschön oder schönhässlich ? Die Schönheit im Hässlichen? Was ist überhaupt schön und was ist wirklich hässlich?
Dieses Mal wird es manchmal schon philosophisch und auch kritisch bei der Bilderschau. Diskussionen aufgrund von Motiven – warum ist das eigentlich so -am Beispiel der ungepflegten Wege und Treppen vor Gebäuden, die im Innern Wissen vermitteln (Schule) oder Historisches bewahren und das sauber, ordentlich und gepflegt. Dann wieder ist ein wirklicher Schandfleck in der Natur aus der Nähe betrachtet voll faszinierender Details – man muss sich nur die Mühe machen hinzusehen (Sicherungskasten, Kiosk, Klohäuschen). Kunst lässt sich plakativ abbilden oder eben in einem Rahmen, der für sich schon wieder „ein Hingucker“ ist (Nordart). So gibt es viele Möglichkeiten – so viele, dass wir uns wieder ein paar Monate geben, um weitere Orte zu finden, die für dieses Thema passend sind.
Da im Sommer immer der Eine oder die Andere im Urlaub ist, verschieben wir unser Juni Treffen, um eine größere Beteiligung zu haben – und vertagen uns von Malente nach Kiel. Ein Ausflug in den Botanischen Garten ist geplant und auch wenn das Wetter nicht zu 100 % mitspielt, so treffen wir uns trotzdem um halb zehn am Eingang. (Ja, ich weiß, es gab ein kleines Missverständnis, aber wir haben uns gefunden 😉 )
Gleich zu Anfang begeistern uns wunderschön gepflanzte Rabatten mit allem, was Gartencenter und Aufzucht im Juni zu bieten hat, es summt und brummt, der Wind schaukelt die Blüten hin und her. Und wie es so ist, wenn der fototreff am see einen Ausflug macht – wir verteilen uns. Die Zuversicht, dass wir uns alle wiederfinden werden ist groß – und berechtigt.
In den Beeten, den Gewächshäusern – es gibt so viel zu entdecken und natürlich zu fotografieren. Ich habe versucht, die Pflanzen nach bestem Wissen und Gewissen zu bestimmen, eine App hat geholfen. Fehler / Korrekturen bitte gerne mitteilen.Die Ausstellungen, die überall dazwischen zu sehen sind, sind einen extra Ausflug wert.
Für heute aber Blumen, Blüten, Pflanzen aller Art.
Wie immer frei zu interpretieren. Und dieser Frühling bot alles, aber keine Langeweile!
Sonne, Regen, Wind, Schnee und von all dem reichlich. Dementsprechend vielfältig haben wir den Frühling gesehen. Blumen im Sonnenlicht, geheimnisvolles Licht am Waldboden rund um die Buschwindröschen, Skulpturen (oder Plastiken), die ihre Gesichter in die Frühlingsluft halten.
In Bewegung wollten wir zum heutigen Termin kommen, so lautete unsere Hausaufgabe. Dabei gab es wieder keine Einschränkungen, jeder konnte den Begriff so umsetzen, wie er ihn interpretierte.
Ob selbst bewegt, die Kamera bewegt, das Motiv bewegt oder beim Bewegen zugesehen…..
Ein Foto zeigen wir hier nicht, der Datenschutz verbietet es uns. Aber die Idee dahinter wollen wir Euch nicht vorenthalten: Eine Serie (oder Sequenz, ich kann es mir nicht merken), die einen rauchenden Mann in einer Bildfolge zeigt incl. Bückens nach dem Aschenbecher. Auch eine gute Möglichkeit, Bewegung darzustellen.
Die anderen Ergebnisse seht Ihr hier – viel Vergnügen.
Wir haben lange überlegt, ob wir Fotos, die bei dem workshop entstanden sind, hier zeigen wollen.
Warum ? Für jemanden, der nicht dabei war, der die Entstehung dieser Fotos und den Weg dahin nicht begleitet hat, sind diese Bilder – weiß.
Martin Timm hat eine sehr besondere Art, mit der Fotografie umzugehen, zu Ergebnissen zu kommen und das hat die Teilnehmenden, die ich bisher gehört habe rundweg begeistert.
„Ideen“ – „Input“ – „Inspiration“ waren Begriffe, die fielen.
„Der Zwang zur Reduzierung bis nichts mehr da war.“
„Es ging um mich, nicht um Technik.“
Zwei Zitate von Teilnehmern, die ich besonders aussagekräftig fand, denn auch ich war nicht dabei und sehe – weiß. Jetzt aber mit etwas anderen Augen und der Überlegung, mal nach workshops mit Martin Timm zu suchen.
Heute ist unser Thema „Foodfotografie“ im weitesten Sinne. Wir haben uns keine Einschränkungen auferlegt und so ist eine buchstäblich bunte Mischung entstanden. Kreativität und Dokumentation – leuchtende Farben und monchrome Darstellung – Obst, Gemüse, Fisch, Getränke – Frisches und nicht mehr so ganz Frisches (ich habe vergessen, was Du gesagt hattest, Gerhard: Die Schönheit des Alterns?)
Nach einem Jahr Pause melden wir uns mit einer Kette Stille Post zurück. Es war schön, wieder auf eine Vorlage zu warten, sich Gedanken für ein Antwortfoto zu machen und gleichzeitig immer wieder die Bedenken: Was soll ich darauf bloß antworten? Idee ja, umsetzbar nein! Die Zeit ist zu kurz! Warum tue ich mir das an?
Und was ist dabei rausgekommen? Wieder eine Kette mit vielen grundverschiedenen Fotos. Von der Brücke über jede Menge Tiere wieder hin zu einer (anderen) Brücke.
Also lasst uns blättern und schauen, was dieses Mal dabei rausgekommen ist, als der fototreff am see Stille Post spielte.
Wie werden aus einer Idee zweieinhalb tolle Stunden im Prinzenhaus Plön!
Der fototreff am see wollte einen gemeinsamen Ausflug nach Plön machen und dort das Prinzenhaus fotografieren. Nicht von außen, was auch ein lohnenwertes Motiv ist, nein, wir wollten uns gerne drinnen auf Motivsuche begeben.
Hier gilt unser besonderer Dank Frau Elisabeth Rübcke , die den Kontakt zu Dr. Silke Hunzinger als Ansprechpartnerin für unser Anliegen herstellte. Dr. Hunzinger war es auch, die uns die Türen öffnete und dafür Sorge trug, dass wir uns allein im Prinzenhaus bewegen durften.
Zum Prinzenhaus gibt es so viel zu erzählen, das sprengt hier den Rahmen. Daher füge ich die links bei, unter denen ausführliche Informationen zu diesem Rokoko Juwel zu erhalten sind. Was dort nicht erwähnt wird, uns aber gleich an der Schwelle empfing: Unzählige Marienkäfer überwintern im Holz des Wintergartens. Und bei dem Sonnenschein, der heute herrschte, flogen sie in den Frühling – wenn sie es denn hinaus schafften. Überall krabbelte und flog es und so hatte unser Besuch gleich zu Anfang ein Gutes, weil die Tür offen stand.
Begeben wir uns nun aber fotografisch in das ehemalige Gartenhaus des letzten Plöner Herzogs, das vor über 120 Jahren die Anbauten erhielt und seitdem Prinzenhaus genannt wird. Vor allem die Details waren es, die uns in den Bann zogen…
Ein Motiv 4x anders gesehen. Von oben, unten, rechts und links. Verschiedene Lichtstimmungen, Objektive, Brennweiten – egal. Wir wollen uns, jeder für sich, an einem Motiv eigener Wahl abarbeiten.
Und wie immer: Bunt, vielfältig und ab und zu zum schmunzeln – und gelernt haben wir auch etwas. Das Jakobsschaf, eine Rasse, die mehr als zwei Hörner hat – auch die „Mädels“. Der Name ist aus der Bibel abgeleitet, weil Jakob diese Schafe bekommen haben soll. Die Jakobsschafe sind selten und haben es ohne wesentliche menschliche Einwirkung bis in die heutige Zeit geschafft. (sog. Erbstückrasse) – so wikipedia und google
Wir stellen uns eine Aufgabe – das ist nicht neu, auch dieses Mal haben wir alle das gleiche Ziel, schwärmen aber nicht gemeinsam aus, sondern jeder entscheidet für sich, wann er zum fotografieren loszieht.
Auf Gut Wittmoldt gibt es einen Kunstpfad, den Seeweg, und dort gibt es unter anderem die hochbeinige „Rosa“, die wir alle in Szene setzen wollen. Die Motive für vier weitere Bilder sind frei wählbar. Im Rahmen unseres Juli Treffens haben wir die Fotos vorgestellt – wie viel es doch auf diesem schönen Fleckchen Gut Wittmoldt zu entdecken gibt.
Das Gut selbst fand im 12. Jh erste Erwähnung, damals noch eine Insel, die erst 1796 durch Aufschüttung eines Dammes zur Halbinsel wurde. Gut Wittmoldt liegt dort, wo der Kleine Plöner See zur Schwentine wird.
Der Seeweg ist ein 2014 gegründeter Skulpturenpfad, Werke des Künstlers Bernhard G. Lehmann haben hier als Dauerausstellung ihren Platz. Nicht zuletzt hieraus entstand 2018 der Verein Seeweg Gut Wittmoldt e.V. , der mit jährlichen Ausstellungen im Herrenhaus, wechselnden Skulpturen und Plastiken und kulturellen Veranstaltungen das Angebot abrundet.
Unabhängig von der Kunst bietet das Gut unzählige schöne Motive, die auch als Besucher zugänglich sind, wenn diese nicht für Seminare oder Feiern anreisen, die hier auch stattfinden. Ferienwohnungen, der kleine Hofladen im Torhaus und eine Einrichtung für therapeutisches Reiten sind auch mögliche Ziele für einen Besuch.