Im Februar fand der s/w Workshop „Das Wesentliche ins Bild setzen“ an der akademie am see (Koppelsberg, Plön) mit Heidi Krautwald statt. Wir waren nur wenige Teilnehmer, Katri und ich zählten dazu. Was für ein Glück! Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Heidi, die uns viel erzählt, tolle Anregungen und Ideen gegeben und mit viel Spaß und Geduld all unsere Fragen beantwortet hat.
Das Wetter war trüb, der Jahreszeit angemessen, es hat geregnet, genieselt und es war diesig und dunstig. Wir waren zwischen Gräsern und Büschen unterwegs, sind durch kleine Wälder gegangen und unten am See gewesen, haben die Plöner Innenstadt im Dunkeln und das Schloss hell erleuchtet fotograftiert. Die letzten Stunden dann brachten wir mit Bildbearbeitung und Bildbesprechung zu – ein krönender Abschluss.
Katri – im kleinen Wäldchen auf dem Koppelsberg
Petra – letzte Winterspuren, etwas Eis auf den Pfützen
Katri – der Baum auf dem Marktplatz in Plön vor der Nikolaikirche
Katri -ein Stück Pappe, eine Gabel, eine Taschenlampe und eine Kamera
Katri – das Pförtnerhaus am Plöner Schloss, zumindest ein Teil davon
Petra – schnell zum nächsten Motiv
Petra – Dekoration ist alles
Katri – unten am See steht eine Tischtennisplatte
Petra – leckere Waffeln, eine Tasse Kakao – leider geschlossen
Stille Post mit Fotos?
Wie das geht?
Ganz einfach:
Ein Fotograf erklärt sich bereit, als „Sammelstelle und Verteiler“ zu fungieren und schickt eines seiner Fotos (oben zu sehen) an den Ersten der Gruppe.
Dieser sieht das Bild, ohne zu wissen, von wem es ist und macht sich seine Gedanken dazu. Er entscheidet, ob er sich von Motiv, Farbe, einer Stimmung oder zu etwas vollkommen Gegensätzlichem inspirieren lässt und macht innerhalb von zwei Wochen ein entsprechendes, eigenes Foto.
Dieses schickt er dann, mit seinen Gedanken versehen, an den „Verteiler“ zurück.
Der leitet es anschließend, wieder ohne den Namen des Fotografen zu nennen, an den nächsten weiter. Und so geht die Runde über die Wochen und Monate weiter und jeder bekommt irgendwann ein Foto als Inspirationsquelle.
Am Ende schließt sich der Kreis und es ist sehr faszinierend, was dabei heraus kommt.
Doch seht selbst:
Unsere erste Stille Post
(An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Gerd Kardel, der sich als „Koordinator“ zur Verfügung gestellt hat.)
Neues Jahr – und Zeit für eine neue Stille Post.
Eine?
Ja, es war im letzten Jahr eine tolle Sache, aber spannend wäre es doch, auch zu sehen, wie sich so eine Fotokette entwickelt. Wenn zwar das (oben zu sehende) Ursprungsfoto das gleiche, die Reihenfolge der Fotografen jedoch eine andere ist.
Bedingungen, die wir uns stellten: Wir wollten im Querformat fotografieren und das Foto sollte neu entstehen als Folge des zugeschickten Bildes. Gesagt, getan!
Gerd stellte sich erneut zur Verfügung und übernahm wieder auf bewährte Art die Koordination.
Vielen Dank, Gerd!
Keine Arbeit ohne Vergnügen. Somit stellte Gerd dieses Mal nicht nur das Startfoto, sondern hatte auch die Aufgabe, das Schlussfoto zu liefern.
So sind wir also in 2016 mit 14 Fotos dabei und hier sind die Ergebnisse der ersten Kette zu sehen.
Sommerzeit, Urlaubszeit, Fotozeit……Das merkten wir beim fototreff auch, im Sommer waren wir manches Mal nur in arg ausgedünnter Besetzung zusammen gekommen.
Gunnar hatte Zeitung gelesen und in der shz entdeckt, dass zu einem ganz besonderen Fotowettbewerb aufgerufen wurde. Die Sängerin Alexandra Brüntrup suchte Fotos aus unserer Region, mit denen sie ihr Lied „Hier oben“ optisch untermalen wollte. Warum nicht, dachten wir uns und schickten ein paar Fotos…
Inzwischen ist das Lied veröffentlicht und Fotos von jedem Teilnehmer aus unserer Gruppe sind dabei. Hier sind die Fotos, die wir angeboten haben – alle wurden nicht verwendet – seht selbst, welche Ihr wieder findet…
Fünf Tage Bildungsurlaub in der akademie am see mit Betti Bogya – an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Dich, liebe Betti. Es hat mir (wieder) super viel Spaß gemacht und jedes Mal höre ich Neues und nehme etwas mit.
Dieses Mal gleich am ersten Tag zum Beispiel die Erkenntnis, dass „in schwarz-weiß sehen“ gar nicht so einfach ist. Bei einem Fotospaziergang durch Plön war ich so sicher, dass genau die richtigen Motive für dieses Thema vor meiner Linse waren – und musste doch fest stellen, dass ich oft daneben lag. Daher: Die folgende Bildauswahl sollte den schwarz-weißen Blick schärfen – naja, Ihr seht ja selbst.
Ich hoffe, das eine oder andere Foto gefällt – egal ob in s/w oder nicht…..
Ein arg ausgedünnter fototreff ist das heute. Wir sind heute nur zu siebent und treffen uns wie üblich um 10 Uhr in der akademie am see. Ein Käffchen, ein Brötchen, ein wenig plaudern und dann zückt Gunnar die vorbereiteten Aufgaben und sechs von uns (Gerhard hatte leider nicht mehr Zeit) begeben sich in die Plöner Innenstadt.
Welche Aufgaben wir in gut 2,5 Stunden zu bewältigen hatten, das seht Ihr bei den Collagen noch einmal beschrieben und glaubt mir – es war nicht alles so einfach, wie es sich hier liest. Die Reihenfolge der abzufotografierenden Themen war Pflicht und eine Bildbearbeitung auch nicht gestattet!
Hier die Ergebnisse und eines ist schon mal sicher: Das war nicht der letzte Fotowalk, den wir gemacht haben!!
P.S. Belohnt haben wir uns dann übrigens mit köstlichen Waffeln (mal mit Obst, mal ohne, mal mit Krokantstreuseln, mal ohne, mal mit Eis, mal ohne)!
Unsere zweite Ausstellung in der Akademie am See auf dem Koppelsberg hat das Thema Wandgeschichten:
Die Fotografinnen und Fotografen des fototreff-am-see stellten sich einer besonderen Herausforderung und präsentieren wahrlich keine „Alltagsmotive“: Sie fotografierten, was Wände uns zeigen, von Werbeplakaten über illegale Graffitis bis zu Murales, riesige Bilder an Häuserfassaden.
Die Künstler der Street Art bedienen sich verschiedener Techniken (Marker, Pinsel und Malerrollen, Sprühdosen, Aufkleber, Schablonen etc.), um ihre Werke in Szene zu setzen. Häufig werden Wände bemalt und beklebt, aber auch Stromkästen, Laternen, Verkehrsschilder, Mülleimer sowie Bürgersteige und Straßen an sich werden gestaltet.
Wir sehen diese meist anonymen Kunstwerke täglich an Autobahnbrücken oder Hausfassaden, daneben das moderne gestylte Werbeplakat, das uns zum Konsum auffordert: Geschichten an Flächen im urbanen Raum.
Zur Vernissage waren neben Frau Dr. Ute Klünder, als Leiterin der Akademie, Ulrike Plötz und Lars Winter so freundlich, ein paar unterhaltsame und informative Worte zum Thema zu sprechen.
Lars Winter spricht über Fotografie und ihre Eindrücke auf den Betrachter.
Ulrike Plötz erklärt die verschiedenen Techniken, Sprühstärken, Farben und viel mehr. Wandgeschichten zu erzählen ist nicht so einfach wie es auf den ersten Blick scheinen mag.
Die Eröffnung und auch die Ausstellung sind wesentlich unterhaltsamer, als dieses Foto vermuten lässt.
Im März 2016 war es soweit, der erste selbstorganisierte Wochenendworkshop des fototreff-am-see fand statt! Einzeln und in Fahrgemeinschaften reisten wir an und eroberten die Jugendherberge in Tönning für die nächsten zwei Übernachtungen. Am Freitagabend stimmten wir uns bei einem gemütlichen Abendessen (sehr fischlastig und sehr lecker) auf die kommenden Tage ein – die Spannung erreichte ihren Höhepunkt, als wir um neun Uhr am nächsten Morgen bei bestem Wetter in Westerhever auf dem Parkplatz in Gummistiefel und Regenhosen stiegen, Schal, Mütze und Handschuhe zurecht rückten und mit Rucksäcken, Stativen, Bollerwagen und anderen Gefährten über den Deich gingen, die Salzwiesen durchquerten und das Watt eroberten.
Am Sonntag war unser Ziel Dagebüll, von dort marschierten wir zur Hallig Oland. Es ging los um neun Uhr bei Morgendunst, fast schon war der Dunst Nebel. Von den Erfahrungen dieses Tages zehren wir nicht nur im Hinblick auf fotografische Erlebnisse, das Wasser in Schlick und Priel ist im März noch verflixt kalt…..
All das fand statt unter der fachkundigen, sehr netten und launigen Führung des Biologen und Wattfotografen Dr. Martin Stock, den wir für dieses Wochenende als Dozenten und Begleiter gewinnen konnten. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür von uns allen!
Jetzt folgen von den Teilnehmern Fotos mit einem ganz persönlichen Kommentar zu diesen Tagen voll wunderbarer Erfahrungen und Erinnerungen. Weitere Bilder werden sicherlich an anderen Stellen reichlich zu bewundern sein.
Vielen Dank an Martin für das Foto, das wir ein wenig „pimpen“ mussten. Drei von uns haben aus verschiedenen Gründen leider nicht an der Wattwanderung teilnehmen können. Dennoch haben auch diese Drei sehr schöne Stunden mit viel Motiven und guter Ausbeute verbracht. Daher gehören sie mit auf das Gruppenfoto….. Und nach acht Stunden Trennung konnten wir dann den restlichen Tag auch wieder gemeinsam genießen. Foto Martin, Bearbeitung PetraEin „WattStock Foto“ – ohne Text, es soll für sich sprechen. Foto BerndUnter endlos blauem Himmel im Watt bat Martin mich, stehen zu bleiben, weil er ein Bild von mir machen wollte. Meine orangene Jacke bot bestimmt einen wunderbaren Komplementärkontrast zu dem blauen Himmel. Umringt von den anderen „posierte“ ich also. Erst hatte ich den Leuchtturm im Blick, aber ein viel spannenderer Anblick bot sich mir, als ich zu den mich fotografierenden Fotografen schaute. Schnell den Polfilter runter vom Objektiv und Blende 22 gewählt – voila, mein Bild des Tages war im Kasten. Foto GerdGeplant war ein foto-workshop an der Nordsee, stattgefunden hat viel mehr. Neben der Fotografie stand genauso das Erleben des Weltnaturerbes Wattenmeer und eine unglaubliche Harmonie der Gruppe einschließlich Martin Stock im Mittelpunkt. Es fühlte sich so an, als sei Martin für dieses zwei Tage Angehöriger des fototreffs-am-see. Foto GunnarEs ist alles eine Sichtweise. Deswegen betrachte ich die Dinge heute anders. Ich denke so gerne an unser Wochenende zurück. Foto KirstenErkenntnisse vom Wochenende an der Nordsee: Wir haben eine unglaublich tolle, hilfsbereite Gruppe, Dr. Martin Stock ist sowohl menschlich als auch fachlich ein wunderbarer Begleiter im Wattenmeer und es ist unwahrscheinlich, dass man nach den Stunden mit ihm nicht nach diesem absolut faszinierenden Fleckchen Erde süchtig wird. Foto KatriIch war und bin beeindruckt von der Weite und den fotografischen Möglichkeiten im Wattenmeer. Mir war nicht klar, dass wir die Südsee hier im Norden haben. Foto JörgNach diesem intensiven und gut geführten Fotoausflug verbinde ich das Wattenmeer mit folgenden Atributten: Weit,abwechslungsreich,schön und verletzlich aber auch fordernd, unberechenbar und im steten Wandel. Vielen herzlichen Dank an Martin für die faszinierenden Einblicke. Foto WernerDie Salzwiesen im Rücken, die Sandbank vor sich, am Horizont das Watt – aber wo endet es und wo fängt der Himmel an? Unglaublich, wie das endlos abwechslungsreiche, das endlos weite und das endlos schöne Watt sich darstellt. Absolut zu Recht ist der Titel eines Weltnaturerbes hier verliehen worden. Foto PetraEs war ein schönes Wochenende mit netten, zum Glück immer hilfsbereiten Menschen und sehr viel Watt. Watt dat is? Weite, Stille und ein fast immer sichtbarer Leuchtturm im besten „Fotolicht“! Foto GerhardEs waren wunderbare Tage in harmonischer Gemeinschaft, und was haben wir dazugelernt? Es gibt gravierende Unterschiede zwischen Schlickwatt, Mischwatt, Sandwatt…. sonst noch „watt“? Foto IngeImmer wieder schön – Küste, Watt und Me(h)r. Foto RüdigerHinterm Deich …geht es weiter. Foto WinfriedIm Watt Foto HeikeMit der auflaufenden Flut im Nacken blieb uns auf Hallig Oland nur eine kurze Zeit, um zu fotografieren. Am Hafenpriel fielen mir die Pricken sofort ins Auge. Für mich sind diese Seezeichen eine große Bereicherung in der unendlichen Weite des Wattenmeeres und geben dem Raum Struktur. Um das krasse Gegenlicht zu meistern, habe ich insgesamt sieben Belichtungen gemacht und anschließend in Lightroom ein HDR daraus gerechnet. Herausgekommen ist ein schlichtes Motiv mit einem Hauch von Farbigkeit im Gegenlicht. Foto Martin